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Rosskastanie

Rosskastanie – (lat. Aesculus hippocastanum), spez. Gewicht 0,55.

Rosskastanien sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie blühen in endständigen Thyrsen und tragen im Herbst grüne, mehr oder weniger bestachelte Kapselfrüchte, die für den Menschen ungenießbar sind. Kastanienfrüchte enthalten zwischen 3% und 8% eines als Aescin und auch die grünen Fruchtschalen enthalten Aescin, das bei übermäßigem Verzehr zu Erbrechen und Lähmungserscheinungen führen kann, andererseits in der richtigen Dosis eingesetzt in der Heilkunde seit langem bekannte positive Wirkungen zeigt.

Den Namen Rosskastanien haben sie, weil die Früchte an Pferde verfüttert wurden. Auch heute noch werden sie an Schalenwild verfüttert. Ein weiterer möglicher Namensursprung könnte daher kommen, dass die Narbe an der Stelle, wo das Blatt mit dem Zweig verbunden war, wie ein Pferdehuf mit Nägeln aussieht.

Den hellen Fleck auf der "Kastanie", dem Rosskastaniensamen, nennt man auch Nabelfleck.

Wegen der großen Blätter sowie der Tatsache, dass sie Flachwurzler sind (ursprünglich befanden sich die Biergärten über Eiskellern) sind Kastanien die häufigsten Bäume in Gartenrestaurants.

Rosskastanien sind nicht näher mit den Edelkastanien verwandt (s. u.), lediglich die Früchte weisen eine oberflächliche Ähnlichkeit auf.

Übersehen wird, dass die Rosskastanie selbst in Mitteleuropa nicht heimisch ist (Neophyt). Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelangte sie erstmals nach Mitteleuropa und setzte sich rasch als Zierbaum im Stadtgebiet oder als Wildfutterlieferant in Wäldern durch. Wie die Miniermotte stammt sie eigentlich vom Balkan, der Schädling folgte ihr allerdings erst 400 Jahre später.

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