Holzplattenhandel Einsiedeln

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Eibe

Eibe – (lat. Taxus baccate), spez. Gewicht 0,65.

Die Gattung der Eiben verzeichnet 8 bis 10 Arten, deren Verbreitungsgebiet über die nördliche Erdhalbkugel verteilt ist. In Europa ist nur eine Art heimisch, die Europäische Eibe.

Eiben sind sehr langsam wachsende, immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume, die in der freien Natur im Wald vereinzelt wachsend vorkommen. Sie können über 1.000 Jahre alt werden und haben die, bei Nadelbäumen, sehr seltene Eigenschaft, dass sie wieder vom Stamm her ausschlagen können (Stockausschlagvermögen).

Eiben sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch): Männliche und weibliche Blüten wachsen auf separaten Pflanzen. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote „Früchte“, die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebende rote, fleischige Gewebe entwickelt sich aus der Samenschale (Testa). Man spricht in diesem Fall nicht von einer Frucht (im botanischen Sinne) sondern von einem Samenmantel (Arillus), da es Früchte per Definition nur bei bedecktsamigen Pflanzen geben kann.

Das Holz wurde bereits von Vorgängern des Homo Sapiens zur Herstellung von Jagdwaffen verwendet. So wurde im niedersächsischen Lehringen im Brustkorb eines Waldelefantenskelettes eine 2,38 m lange Eibenholzlanze gefunden, die den mittelpaläolithischen Neandertalern zugeschrieben wird.

Eibenholz galt im Mittelalter als das beste Holz für Bögen wegen seiner Härte und Elastizität.

Die außerordentliche Tauglichkeit für die Waffenherstellung führte zu Übernutzung und Vernichtung von Eiben. Besonders beliebt waren Eibenbögen in England. Dazu kam der örtliche Bedarf an Drechslerholz, Schnitzware und Bauholz für den Wasserbau. Auch Wagner benutzen unter anderem Eibenholz.

Aus dem Samenmantel der Europäischen Eibe (Taxus baccata) werden traditionell in einigen Gebieten Mittel-, Nord- und Osteuropas marmeladenähnliche Brotaufstriche hergestellt. Der Samenmantel der Eibe ist ein sehr fruchtig und blumig schmeckender Genuss.

Gesundheitsgefahr

Alle Pflanzenteile (mit Ausnahme des roten Samenmantels) enthalten für den Menschen und viele Tiere giftige Alkaloide (Taxane). Die für den Menschen tödliche Dosis liegt ungefähr bei 1 Milligramm Eibentaxin pro Kilogramm Körpergewicht. Wildtiere wie das Reh äsen gerne an der Eibe, trotz der auch für sie vorhandenen Giftigkeit. Da sie Wildwiederkäuer sind, geht der Same erst in den Verdauungszyklus über, wenn die Giftstoffe schon verwirkt sind. Neben den giftigen Alkaloiden sind in den jungen Trieben von Nadeln auch cyanogene Glykoside und ein Enzym (eine Hydroxynitrillyase) vorhanden, welches aus den Glykosiden bei Beschädigung des Pflanzenmaterials Blausäure (HCN) freisetzt. Allerdings dürfte die toxische Wirkung im Verhältnis zu den anderen in der Pflanze vorhandenen Giften geringfügig sein.

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